Howard Jacques bestätigt sein Amt

OB-Kandidat Thomas Städtler, dem wiedergewählten Kreisverbandsvorsitzenden Volker Block, seinen Stellvertretern Nurhayat Bakir und Torsten Frank sowie Beisitzer Howard Jacques
OB-Kandidat Thomas Städtler, dem wiedergewählten Kreisverbandsvorsitzenden Volker Block, seinen Stellvertretern Nurhayat Bakir und Torsten Frank sowie Beisitzer Howard Jacques

Scholz-Sieg macht SPD munter

SPD-PARTEITAG

Genossen bestätigen Volker Block als Kreisverbandsvorsitzenden

 

VON NORBERT CZYZ

WILHELMSHAVEN Der positiven Stimmung, die der mit 93 Prozent der Stimmen wiedergewählte Kreisverbandsvorsitzende Volker Block und MdB Karin Evers-Meyer zum Auftakt des SPD-Kreisparteitages im Gorch-Fock-Haus beschworen, folgte die Ernüchterung. In seiner letzten Rede als Fraktionsvorsitzender auf einem SPD-Parteitag analysierte Siegfried Neumann schonungslos die schlechte finanzielle Situation der Jadestadt und machte damit den stark eingeschränkten Spielraum des künftigen Rates deutlich.

Der muss, daran ließ Neumann keinen Zweifel, ein schlüssiges Haushaltskonsolidierungskonzept vorlegen, wenn nicht schon der alte Rat damit noch beginnen müsse, um weiterhin liquide zu sein.Zum Auftakt hatte MdB Karin Evers-Meyer den Sieg von Olaf Scholz in Hamburg als guten Start ins Wahljahr bezeichnet und Wilhelmshaven als Stadt, „aus der noch etwas werden kann“. Sie sagte, von einem „starken Wilhelmshaven hängt viel für die Region ab“ und reklamierte für ihre Partei das „Glück der Fleißigen“. Merkel, Schäuble sowie von der Leyen bezeichnete sie indes als „Schaumschläger“.Oberbürgermeisterkandidat Thomas Städtler, von Vorstandsvize Torsten Frank als einziger Kandidat mit Verwaltungserfahrung gelobt, glaubt, „dass wir was bewegen können“ und kündigte an, bald seinen Wohnsitz nach Wilhelmshaven zu verlegen. Im Rechenschaftsbericht sagte Volker Block, dass die SPD für den Rat 56 Kandidaten aufstellen werde sowie neun für den Ortsrat. Durch den Verzicht älterer Ratsmitglieder bestehe die Chance auf einen personellen Umbruch.

 

Böther: „Kasse ist noch gesund“

 

SPD-PARTEITAG Heinz Meiners und Horst Pawlowski geehrt

 

WILHELMSHAVEN /zy Mit einer Ausnahme ist der alte SPD-Kreisvorstand auch der neue. Als stellvertretende Kassiererin kandidierte erstmals Gesina Nee. Sie erhielt 53 Stimmen. Spitzenreiter war Kassierer Klaus Böther, der alle Stimmen der 63 anwesenden Delegierten auf sich vereinen konnten. Stellvertreter Blocks bleiben Nurayat Bakir (48) und Torsten Frank (56). Beisitzer sind Sabine Brenzke-Stumm, Ulf Schneider, Petra Stomberg, Michael Veh, Uwe Nolle, Jörg Münkenwarf, Margarete Oswald und Edith Weiß. Hans Hartmann, Petra Kolbe und Peter Wresinski verzicheteten auf eine Kandidatur. Bei einem Kassenbestand von 68 000 Euro sprach Kassierer Böther von einer „noch gesunden Kasse“. Allerdings bräche der Anteil der Mitgliedsbeiträge, der dem Kreisverband zustehe, ein. Im Kreisverband hat die SPD noch 668 Mitglieder, die Einnahmen über Mitgliedsbeiträge halbierten sich jeweils in den vergangenen zwei Jahren. Allein die Beiträge der Mandatsträger seien stabil. Mit sieben von acht angenommenen Anträgen, die sich mit der Bekämpfung der Poltiktverdrossenheit bzw. Politikerverdrossenheit beschäftigten, setzten die Delegierten ein Signal. Einer der Anträge sieht sinngemäß vor, hauptberufliche Abgeordnete bei der Altersvesorgung nicht besser zu stellen als andere Sozialversicherungsnehmer. Auch soll ein Verhaltenskodex erarbeitet und die Zahl der Bürgersprechstunden festgelegt werden.Zwei langjährige und verdiente Mitglieder erhielten im Verlaufe des Parteitages die Arthur-Grunewald-Medaille. Heinz Meiners habe, so Wilfrid Adam in der Laudatio, nicht nur ihn in die Politik geholt, sondern als Ortsvereinsvorsitzender in Bant mit Leuten wie Ex-MdB Johann Cramer, Minister Herbert Hellmann und Ex-OB Johann Janssen zu tun gehabt. Nicht weniger Verdienste werden Horst Pawlowski nachgesagt, dem Karlheinz Föhlinger bescheinigte, ein Sozialdemokrat „alter Schule“ und verlässlicher Arbeiter für die Partei gewesen zu sein.

 

© Copyright Wilhelmshavener Zeitung vom 14.03.2011, Seite 3

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