Einheitliche Behördennummer 115 im Regelbetrieb

Quelle: Peter/zenobi
Quelle: Peter/zenobi

Am 14. April 2011 startete die einheitliche Behördennummer 115 in den Regelbetrieb. Nach zweijährigem Pilotbetrieb in Modellregionen hat sich der neue Bürgerservice bewährt. Die 115 hilft mit, die Bürgernähe der Verwaltung zu verbessern. Inzwischen haben rund 15,3 Millionen Bürgerinnen und Bürger in sieben Bundesländern mit der 115 einen direkten telefonischen Draht in die Verwaltung.

Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich erklärte zum Start des Regelbetriebs: Die 115 ist bereits jetzt das Beispiel für eine gelungene verwaltungsübergreifende Kooperation. Nachdem die Pilotphase nun beendet ist, geht es darum, die Anstrengungen fortzuführen und die 115 als qualitativ hochwertigen Bürgerservice bundesweit zu etablieren.

Der zum Ende des Pilotbetriebs veröffentlichte Abschlussbericht und die darin enthaltene Studie des Instituts für Demoskopie Allensbach zum Projekt D115 verdeutlicht, dass der telefonische Bürgerservice auch im Internetzeitalter kein Auslaufmodell ist. Die Allensbachstudie zeigt auch, dass die 115 auf große Zustimmung stößt: 83 Prozent der Bevölkerung finden es gut, dass es eine einheitliche Behördennummer gibt. Der Abschlussbericht macht zudem deutlich, dass die 115 erhebliche wirtschaftliche Entlastungseffekte für die Verwaltungen auf kommunaler, Landes- und Bundesebene bietet.

Die Infrastruktur des Regelbetriebs wird gemeinsam von Bund und Ländern finanziert. Der Regelbetrieb stärkt die Verbindlichkeit für die beteiligten Kommunen, Landes- und Bundesbehörden, durch die neue Gremienstruktur werden alle föderalen Ebenen intensiver beteiligt.

Das vordringliche Ziel des Regelbetriebs ist es, weitere Kommunen und Länder für die 115 zu gewinnen. Der Pilotbetrieb wurde mit 13 kreisfreien Städten und Landkreisen mit insgesamt ca. 10 Millionen Einwohnern, 4 Bundesländern und 14 Bundesbehörden gestartet. Inzwischen ist der Kreis der Modellregionen stark gewachsen. Die Bundesverwaltung wird sich bis Ende des Jahres 2011 vollständig mit rund 75 Behörden und Institutionen am 115-Service beteiligen.

Ein weiterer Meilenstein im neuen Regelbetrieb wird die Anpassung der Tarife für die 115-Anrufe sein. Die Tarife werden zum Ende des Jahres 2011 voraussichtlich sinken, und auch die Integration in Flatrates wird durch eine aktuelle Verfügung der Bundesnetzagentur möglich sein. Derzeit kostet ein Anruf bei der 115 aus dem Festnetz der Deutschen Telekom AG 7 Cent pro Minute, die Tarife aus den Mobilfunknetzen liegen überwiegend zwischen 17 und 29 Cent pro Minute.

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