Marinearsenal in höchster Gefahr!

Howard Jacques
Howard Jacques

Dem Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung (BWB) scheint es trotz schlechter Noten der Politik und des Militärs wieder einmal geschafft zu haben, auf Kosten des nachgeordneten Bereichs, in diesem Fall das Marinearsenal, sich schadlos zu halten.

 

So konnte die Führung des BWB ohne Mitwissen der Verantwortlichen im nachgeordneten Bereich Strukturveränderungen vorschlagen. Für das Marinearsenal würden diese Vorschläge bedeuten, die Betriebe in Wilhelmshaven und Kiel zu schließen.

Das wiederum würde ein Personalabbau von ca. 1 400 Beschäftigte nach sich ziehen.


Alternativ wurde vorgeschlagen, den Betrieb Kiel um ca. 250 Dienstposten und den Betrieb Wilhelmshaven um ca. 300 Dienstposten zu reduzieren.
Bei beiden Vorschlägen würde die Zentrale in Wilhelmshaven einen geringfügigen Zuwachs an Beamten erfahren. D. h. fast alle wegfallenden Dienstposten betreffen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.

Weiterhin ist eine Privatisierung der sog. Rüstungsflotte angedacht. Dies beträfe auch die Schwimmkräne „Griep“ in Wilhelmshaven und „Hiev“ in Kiel.

Bei den schon heute bekannten Reformansätzen der Ministers fallen ebenfalls die Dienstposten der Personal bearbeitenden Stelle weg.

 

Fakt ist, es wird ein Marinearsenal wie wir es heute kennen, – z.B. am Tag der offenen Tür zum Wochenende an der Jade – dann nicht mehr geben.
Es entsteht ein reiner Vergabebetrieb, deren wirtschaftliche Leistung, nicht wie vielleicht von einigen Politikern erhofft, Steuergelder in das städtische Stadtsäckel fließen lässt. Erfahrungsgemäß gehen solche Aufträge zum Großteil in die südliche Region der Republik.


Von der Kaufkraft der ehemaligen Marinearsenal Mitarbeiter (ca. 60 Mio. Euro!) wird Wilhelmshaven nicht mehr profitieren können.

 

Für den Arbeitskreis, Howard Jacques

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Kommentare: 1
  • #1

    Schmidt (Mittwoch, 10 August 2011 22:09)

    Herr Jacques, danke das Sie und die SPD diese Vorgänge öffentlich machen. Die Arbeitsplätze müssen unbedingt erhalten bleiben, sonst geht das Sterben unserer Region weiter.
    Mit freundlichem Gruß
    Schmidt