Der Arbeitskreis Sicherheit der SPD stellt klar!

Howard Jacques
Howard Jacques

OB – Kandidaten ohne Sach- und Fachkompetenz!

 

Die von den OB Kandidaten Andreas Wagner (CDU)und Dr. Michael von Teichmann (FDP) in den letzten Tagen verfassten Artikel zur Situation im Marinearsenal in der Wilhelmshavener Zeitung, zeugen von der Hilflosigkeit ihres Handelns.

 

Es ist und bleibt die Gefahr, einer politischen Entscheidung zum Opfer zu fallen. Das war auch in allen anderen Reformen die Grundlage. Es waren Personalräte in Zusammenarbeit mit den Gewerkschaften, die stets schlimmeres verhüten konnten.

Bei jeder Reform war das Marinearsenal aufgefordert, sich in seiner Wirtschaftlichkeit darzustellen, was auch richtig ist. Trotz dieser Belege, wurde immer wieder über das Outsourcen von Arbeit in die Industrie verhandelt. Man hat durch die Hintertür versucht Filetstücke zu ordern, um in schwierigen Zeiten Arbeit anzunehmen, die für die Marine Lebenswichtig ist. Leider hat das nicht immer etwas mit Wirtschaftlichkeit zu tun. (siehe BW-Fuhrpark).

Eine Änderung im Grundgesetz in den Artikeln 87a und 87b, könnten die hoheitsrechtlichen Aufgaben der BW öffnen und der Industrie zuspielen.

Man darf nicht vergessen, dass die Bundes- und Landespolitik auch der Werftindustrie gegenüber verpflichtet ist.

 

Außerdem hat kein Mensch von Entlassungen geredet, das ist nur von Außen hinein interpretiert worden. Es geht ausschließlich um die zu verlierenden Arbeitsplätze in Wilhelmshaven. Es geht um die Zukunft der Beschäftigten und unserer Kinder. Das Arsenal bildet jedes Jahr 60 junge Menschen in den verschiedensten Fachrichtungen aus. Einstellungen passieren nur sporadisch. Das gleiche Schicksal ereilt auch die Ausbildungswerkstatt im Jagdgeschwader Richthofen in Wittmund. Die Strukturreform ist nicht nur ein Wilhelmshavener Problem, sondern trifft die ganze Region.

 

Wir bleiben dabei: „Wehret den Anfängen“! Das wurde schon in den Neunzigern erfolgreich durchgeführt. Die Bundeswehrreform ist und bleibt beschlossene Sache. Aber der erneute Versuch, seitens des Bundesamtes für Wehrtechnik und Beschaffung, den Betrieb zu privatisieren muss mit allen verfügbaren Mitteln verhindert werden. Der Vergleich Marinearsenal/Privatindustrie wurde bis heute vom Marinearsenal gewonnen. Nur stellt sich die Frage, ob es auch für die Zukunft reicht!

Eine Altersstruktur von 53 Jahren ist mit Sicherheit kein Garant für ein langes Leben der Arsenalbetriebe! Eine auf hohem Niveau stehende Instandsetzung, mit der Vorhaltung einer ständig einsetzbaren Auslandseinsatzgruppe (in beiden Betrieben unterstehen ca. 250 Beschäftigte einer ständigen, sehr belastenden Impfprophylaxe!) verlangt nach jungem Personal und keinem weiteren Abbau!

 

Gerne bietet der Arbeitskreis Sicherheit der SPD an, Gespräche am runden Tisch zu führen, um einen Sachstand darzustellen.

Warten bis die Papiere auf dem Tisch liegen, wäre fatal! Dann sind die Entscheidungen gefallen.

 

Für den AK Sicherheit der SPD

Howard Jacques

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