Wasserversorgung nicht für Spekulanten

Dieter Gehrken und die AG60+
Dieter Gehrken und die AG60+

Matthias Groote, Mitglied des Europäischen Parlaments in der Fraktion der Sozialdemokraten aus Weser – Ems, lud zum Tag des Wassers ins CCH in Oldenburg und alles was Rang und Namen hatte war erschienen um mit zu diskutieren über das Lebensmittel Nr. 1, unser Wasser.

 

Eindeutig erklärte MdE Matthias Groote: „Wasser ist keine Handelsware sondern ein öffentliches Gut, welches nicht zu einem Spekulationsobjekt werden darf“.


Auf die Region zwischen Weser und Ems, am Beispiel des Oldenburgisch Ostfriesischen Wasserverbandes und der Wasserwerke Wilhelmshaven eingehend, erläuterte Matthias Groote, wenn Spekulanten ausgerichtet auf Rendite unser Trinkwasser ausbeuten, schnell eine Versalzung des Trinkwassers durch das im Untergrund nachströmende Meerwasser stattfinden würde.

 

Ausgebeutet, würden anschließend die Lasten der Versorgung der Bevölkerung mit gesundem Trinkwasser der Öffentlichkeit überlassen.

 

Das nunmehr die Europäische Kommission mit einer Richtlinie die Privatisierung der Trinkwasserversorgung vorantreiben will stößt nicht nur bei den EU-Parlamentariern der Gruppe der Sozialisten und Demokraten auf Widerstand, sondern hat inzwischen Europaweit zu Aufregung gesorgt. Mit einer Unterschriftenaktion: „Wasser ist kein öffentliches Gut“, sind bereits über einen Millionen Unterschriften zustande gekommen, um das Ansinnen der EU-Kommission zu verhindern.

Beispiele liegen in Europa genügend vor, was geschieht, wenn die Wasserversorgung in private Hände gelangt. Bis zu einer Steigerung von 400 % haben es Spekulanten getrieben um den größtmöglichen Gewinn mit der Wasserversorgung zu erzielen.

 

Entsprechend waren auch die Einlassungen der Referenten durch die Vertreter auf dem Podium unter Leitung von Matthias Groote. Otto Huter (Deutschen Städtetages), Karsten Specht (OOWV), Dr. Christiane Markard (Umweltbundesamt), Sigrid Rakow (Vors. Umweltausschuß Nds Landtag), Sven Ambrosy (Landrat Friesland), Immo Schepper (Ver.di), Elke Meier (Nabu).

 

Hervorragend verstand es MdE Groote das Plenum in dieses hochbrisante Thema einzubinden und rief die Teilnehmer dazu auf, jeweils in ihren entsprechenden Kreisen dafür die Stimme zu erheben, wenn von der privaten Trinkwasserversorgung die Rede ist.

 

Auf Unverständnis stießen die Teilnehmer, dass die schwarz-gelbe Bundesregierung unter der Leitung von Bundeskanzlerin Angela Merkel dem Vorschlag der Kommission zugestimmt hat, obgleich im Bundesparlament die Teilnehmer der CDU-Fraktion in der Debatte sich gegen die Richtlinien der EU-Kommission votiert hatten.

Weitere Hinweise zur Trinkwasserversorgung findet man im Internet auf den Seiten: www.matthias-groote.eu .

Dieter Gehrken

 

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