Jahreshauptversammlung des SPD-Ortsvereins Voslapp am 26.03.2013; Ortsverein informiert sich über Abdichtung der Flugaschedeponie Voslapper Groden

Der SPD Ortsverein Voslapp führte Ende März 2013 ein Gespräch mit dem E.ON Kraftwerksleiter Dr. Bräuer, seinem Nachfolger Thomas Homann und dem techn. Abteilungsleiter Uwe Krüger über die Abdeckung der Flugaschedeponie. Nach ihren Aussagen soll die aufwendige Abdichtung der Deponie Ende des Jahres fertig gestellt sein. Die Deponie hat ein Gesamtfüllvolumen von ca. 1.775.000 m³ bei einer Länge von ca. 2000 m und einer Breite von 170 m. Die Deponie wurde im Mai 2008 stillgelegt. Seitdem wird die Flugasche mit LKWs zu anderen Deponien gefahren oder im Straßenbau verwandt. Die Deponie wird entsprechend der Bundes- und Landesgesetzen und ihren Verordnungen abgedichtet. Mehrere Schichten sichern eine nach heutigen Erkenntnissen entsprechende Abdichtung. 

Zunächst wurde eine 30 cm starke Trag- und Ausgleichsschicht (ca. 200.000 m² Grobasche) aufgebracht. Anschließend wurden eine einlagige Betonitmatte und eine Kunststoffdichtungsbahn (jeweils ca. 200.000 m²) aufgelegt und eine Dränmatte (ca. 170.000 m²) verlegt. Als nächstes folgte eine ca. 15 cm starke Sandschutzschicht (ca. 170.000 m²) und das Aufbringen der 85 cm starken Vegetationsschicht (ca. 150.000 m³). Zum Schluss werden die Randwälle mit einer Kleibedeckung versehen (ca. 25.000 m³) und Oberwasserentwässerungseinrichtungen hergestellt. Zum Abschluss folgte eine Grasansaat und Anpflanzung von vorbestimmten Büschen und Baumen getätigt.

Eine Begehbarkeit der Deponie ist bisher nicht vorgesehen, aber dem Wunsch des SPD Ortsvereins Voslapp will man nach Möglichkeit nachkommen, so der zukünftige Werksleiter Homann. Nach den Aussagen der leitenden Vertreter des E.0N Kraftwerkes ist mit der Abdeckung und Bepflanzung der Deponie sowie der Entwässerungsanlagen keine Umweltverschmutzung zu erwarten. Ferner wird die Deponie ein guter Lärmschutzwall gegen einen voll in Betrieb gehenden JadeWeserPort sein und nach einer Begehbarkeit einen schönen Ausblick auf die Umgebung geben.

Nach dem interessanten und ausschlussreichen Gespräch wurde Parteipolitische Fragen gestellt und diskutiert. Große Freude kam auf, da der SPD Ortsvereinsvorsitzende Unger noch weitere wichtige und unvorhergesehene Gäste vorstellen konnte: den Wilhelmshavener SPD Landtagsabgeordnete Holger Ansman, den Kreisverbandsvorsitzenden Volker Block und dem Voslapper SPD Ratsmitglied Howard Jacques. Unger betonte vor allem, dass im Stadtnorden das positive Wahlergebnis ausschlagweisend für den Wahlgewinn in Wilhelmshaven gewesen sei. Ansmann berichtete, dass im Landtag eine harter Gang vorhanden ist und eine 100 Tage Schonfrist für neue Abgeordnete nicht mehr besteht. Schwerpunkte seiner Arbeit in Hannover sind Wirtschaft und Soziales. Er ist besonders stolz darauf, dass er als Neuling Vorsitzendes des Sozialausschusses geworden ist. Block berichtete u.a. dass der geplante Zusammenschluss der beiden Krankenhäuser in Wilhelmshaven grundsätzlich zu wünschen und zu unterstützen sei, aber nicht für den Preis, dass in einem Wilhelmshavener kommunalen Krankenhaus katholische Ethikwerte Grundlage des Handelns seien.

Für den SPD Ortsverein ist weiterhin ein Zusammenschluss der Ortsvereine Rüstersiel, Sengwarden/Fedderwarden, F'groden und Voslapp eines der wichtigsten anstehenden Ziele im Stadtnorden und er hofft, dass sich F'groden nicht ausschließt. Nur durch einen starken OV Wilhelmshaven-Nord ist eine glaubwürdige und weiterhin gute und bürgernahe Parteiarbeit zu gewährleisten.

 

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