Flexibles Kraftwerk braucht Unterstützung

Der SPD Ortsverein Nord hat jetzt das E.ON Kraftwerk in Wilhelmshaven besucht und sich in Gesprächen mit dem

Kraftwerksleiter Thomas Hohmann und dem Betriebsratsvorsitzenden Harald Seegatz über die Situation in dem Betrieb

im Stadtnorden informiert.

Das Unternehmen hat in den letzten Jahren enorme Anstrengungen unternommen, das Kraftwerk auf

dem Stand der Technik zu halten und seine Regelfähigkeit zu verbessern, betonten Hohmann und Seegatz im Gespräch

mit den SPD-Mitgliedern.

Allerdings ist das 1976 ans Netz gegangene Steinkohlekraftwerk in seinem Bestand gefährdet, da im Rahmen der

Energiewende die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit auf eine harte Probe gestellt wird.

Die Kraftwerksmitarbeiter sind aber optimistisch, das es ihnen gelingt, auch über das Jahr 2021 hinaus, in dem eigentlich

die technische Altersgrenze erreicht sei, am Netz bleiben zu können.

Nachdem der E.ON Konzern im letzten Jahr angekündigt hatte, u.a. das Kraftwerksgeschäft in eine neue Gesellschaft

auszugliedern, liegt die große Hoffnung der davon betroffenen Mitarbeiter in Wilhelmshaven darin, das diese neue

Gesellschaft gut ausgestattet sei, und damit auch notwendige Investitionen in die Zukunft möglich seien.

Insbesondere die Möglichkeiten von neuen Speichertechnologien (aus Wilhelmshaven wird auch das Druckluftspeicherkraftwerk

in Huntorf gesteuert) müssen intensiv angegangen werden, da

diese Technologie wirksame Alternativen im Rahmen eines vernünftigen Produktionsmix in der Energiewirtschaft

darstellen können.

Der niedersächsische Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) hat bereits in Gesprächen mit den Betriebsräten seine

Unterstützung bei der Förderung dieser neuen Technologie erklärt.

Der SPD OV-Vorsitzende Hartmut Tammen-Henke betonte in diesem Zusammenhang aber auch deutlich die

Verantwortung des E.ON Konzerns bei der Entwicklung von Alternativen für den Standort Wilhelmshaven mit seinen

130 Mitarbeitern (davon 30 Auszubildenden) und den zahlreichen Mitarbeitern von Fremdfirmen sowie einigen hundert

externen Revisionsfachleuten.


Hartmut Tammen-Henke

Ortsvereinsvorsitzender

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