Demokratie braucht Demokraten

Patrick Dahlemann (r), bekommt vom SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel, der SPD-Vize Manuela Schwesig und Christina Rau (l), Frau des früheren Bundespräsidenten Rau und Enkelin von Gustav Heinemann, den Gustav-Heinemann-Bürgerpreis für sein entschlossenes Auf
Patrick Dahlemann (r), bekommt vom SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel, der SPD-Vize Manuela Schwesig und Christina Rau (l), Frau des früheren Bundespräsidenten Rau und Enkelin von Gustav Heinemann, den Gustav-Heinemann-Bürgerpreis für sein entschlossenes Auf

Ein mutiger Auftritt gegen Rechts hat den SPD-Kommunalpolitiker Patrick Dahlemann aus Vorpommern überregional bekanntgemacht - per Internetvideo. Nun erhielt er für seine Zivilcourage den Gustav-Heinemann-Bürgerpreis der SPD. SPD-Chef Sigmar Gabriel dankte Dahlemann für sein Engagement gegen Rechts. Denn: „Demokratie braucht Demokraten!“, so Gabriel.

 

Es sei wichtig, im Kampf gegen Rechts nicht locker zu lassen und nicht müde zu werden, sagte Gabriel am Montag bei der Verleihung des Gustav-Heinemann-Bürgerpreises im Willy-Brandt-Haus in Berlin. Die Gesellschaft dürfe Menschen wie Patrick nicht allein lassen in ihrem alltäglichen Kampf gegen die braunen Menschenhasser. „Demokratie braucht Demokraten!“, betonte der SPD-Vorsitzende.

 

 

Vor der Preisverleihung hatte SPD.de die Gelegenheit, kurz mit Patrick Dahlemann zu sprechen:

SPD.de: Heute erhältst Du den Gustav-Heinemann-Bürgerpreis 2014. Wie fühlt man sich da?
Patrick Dahlemann:
 Ich habe tiefen Respekt davor. Natürlich macht es mich stolz, den Gustav-Heinemann-Bürgerpreis zu erhalten. Außerdem freue ich mich, mal wieder hier im Willy-Brandt-Haus sein zu können. Ehrlich gesagt bin ich auch gespannt, was Sigmar Gabriel gleich in seiner Laudatio sagen wird. Das Ganze macht mich etwas nervös.

SPD.DE: Gibt dir die Auszeichnung einen neuen Motivationsschub im Kampf gegen Rechts?
Dahlemann:
 Klar! Das ist eine enorme Motivation. Ich freue mich total darauf, die Preisurkunde einzurahmen und ins Büro hängen zu können. Dieser Preis ist für mich täglicher Ansporn in der eigenen Arbeit - im Engagement vor Ort und natürlich auch im Kampf gegen Rechtsextremismus. Klar ist aber auch: Ich nehme den Preis stellvertretend für viele von uns im Land entgegen. Viele, die sich jeden Tag gegen Rechts engagieren. Insofern werde ich dieses Lob natürlich auch weitergeben.

SPD.de: Wie geht es nach der Preisverleihung weiter?
Dahlemann:
 Erst in der letzten Woche haben wir als SPD bei der Kommunalwahl in meiner Stadt 18 Prozentpunkte dazu gewonnen. Das ist der größte Zuwachs im gesamten Land Mecklenburg-Vorpommern! Und jetzt wird mir der Gustav-Heinemann-Bürgerpreis verliehen. Das sind zwei Dinge, die mich enorm motivieren. Schließlich haben die Wählerinnen und Wähler uns im Kampf gegen Rechts enorm unterstützt. Die Nazis haben bei uns eine Klatsche eingefahren.

SPD.de: Welche Projekte hast Du in nächster Zeit vor dir?
Dahlemann:
 Wir werden weiter entschlossen gegen Rechtsextremismus kämpfen. Ich freue mich beispielsweise darauf, in meinem Nachbarwahlkreis im Juni bei einem großen Demokratiefest an einer Podiumsdiskussion teilnehmen zu können.

SPD.de: Erhältst Du auch Reaktionen aus anderen Wahlkreisen?
Dahlemann:
 Ich erhalte zahlreiche Einladungen von SPD-Gliederungen in ganz Deutschland. Ich versuche, denen so gut es geht nachzukommen. Denn auch in anderen Regionen ist der Kampf gegen Nazis wichtig. Ich zeige gerne Gesicht gegen Rechts um andere zu motivieren, sich ebenfalls zu engagieren.

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