800.000 Euro für Sprachförderung in Kindergärten

Insgesamt 8 Kindertagesstätten aus der Region Friesland, Wittmund und Wilhelmshaven haben den Zuschlag für zusätzliche Fördergelder vom Bund erhalten. Die Kitas bekommen in den kommenden 4 Jahren vom Bund insgesamt 800.000 Euro zusätzlich für Sprachförderung.

Karin Evers-Meyer, SPD-Bundestagsabgeordnete und erklärte Unterstützerin des Förderprogramms, überbrachte heute in einer der geförderten Kitas die gute Nachricht persönlich. In der Evangelischen Kindertagesstätte Bant I in Wilhelmshaven unterstrich sie die Bedeutung einer frühestmöglichen Sprachförderung: „Ohne ausreichende Sprachkenntnisse kann Integration in Schule, Ausbildung und Beruf nicht gelingen. Die sprachlichen Grundlagen müssen im Kindergarten gelegt werden. Von dieser Sprachförderung profitieren am Ende alle Kinder, vor allem aber natürlich diejenigen aus bildungsfer­neren Familien oder Kinder, deren Familiensprache nicht Deutsch ist. Hier vor Ort hat man das längst erkannt und die Kita leistet hervorragende Arbeit

 

Die Leiterin der Kita, Monika Meinen, berichtete, dass von den 120 Kindern in ihrer Kita derzeit rund 20 Kinder aus Flüchtlingsfamilien kommen. „Ich freue mich sehr über das Geld vom Bund und bin glücklich, dass unsere Kita ausgewählt wurde. Wir haben schon viel Erfahrung mit dem Thema Integra­tion sammeln können. Die zusätzliche Förderung hilft uns dabei, diese Kompetenz noch weiter auszu­bauen“, so Meinen. Für die Stadt Wilhelmshaven war Carsten Feist, Leiter des Jugendamts, vor Ort. Auch er äußerte sich zufrieden über die zusätzliche Förderung. Gleichzeitig machte er deutlich, dass man in Sachen Integration nie genug tun könne. „Frühe Integration ist der Schlüssel für ein erfolgrei­ches Zusammenleben. In Wilhelmshaven wollen wir da mit gutem Beispiel vorangehen“, so Feist.

 

Jede der Kitas erhält im Zeitraum von 2016 bis 2019 einen Zuschuss in Höhe von 25.000 Euro jährlich. Damit können die Träger wahlweise Fachpersonal aus den Bereichen sprachliche Bildung, inklusive Pädagogik und Zusammenarbeit mit Familien einstellen oder programmbezogene Anschaffungen oder Fortbildungen bezahlen. Zusätzlich werden die Kitas von einer vom Bund finanzierten überregionalen Fachberatung betreut

 

 

 

 

 

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