Unser Ratsherr Howard Jacques berichtet:

 

  Liebe Voslapper, liebe Bürgerinnen und Bürger!

 

Das Tagesgeschäft der Politik hat uns komplett im Griff! Wie sie der Presse entnehmen  konnten, überschlugen sich die Ereignisse. Von der Krankenhausfusion, über die Südzentrale, Banter See, Kunsthalle und Rekommunalisierung der städtischen Töchter.

 

Das RNK und das Willehad-Hospital haben es geschafft die Fusion unter Dach und Fach zu bringen. Jetzt gilt es, Gelder für den Neubau eines modernen Klinikums zu realisieren.

Unser MdL Holger Ansmann ist zuversichtlich und wird sich weiterhin für eine gesunde

Finanzierung einsetzen.

Damit wird er sich schon heute in die Geschichte der Stadt eintragen. Es ist eine einmalige Chance, die sich unserer Stadt bietet. Es ist von vielen Seiten Porzellan zerschlagen worden. Wir können nur hoffen, dass sich die Schlagzeilen und Leserbriefe mit falschen

Inhalten nicht bis in die Landesregierung durchdringen.

Hier ist die sachbezogene Arbeit gefragt. Unser Gen. Peter Debring sorgt für diese

Ausgeglichenheit. Gleiches gilt für die, leider von uns gehende, Geschäftsführerin Frau

Aulkemeyer. Sie hat es geschafft in kurzer Zeit das RNK wieder auf eine überschaubare

Spur zu lenken. Wobei es sich nicht verhehlen läßt, dass es auch Opfer bei der Ausrichtung gegeben hat. Aber wir sind auf einem guten Weg Richtung der schwarzen Null!

Es gibt ein Gerücht, dass es für Frau Aulkemeyer keinen Nachfolger gibt und sie ihre

Arbeit nicht mehr Ernst nimmt.

Meine Damen und Herren, liebe Genossinnen und Genossen, sie dürfen es mir abnehmen, dass sie weiterhin unermüdlich in der gleichen Geschwindigkeit ihre Arbeit

macht. Auch gibt es viele gute Bewerber auf die Nachfolge. Sein sie unbesorgt, Das Krankenhaus in der kommunalen Hand wird es auch weiterhin geben.

 

Zum Thema Südzentrale gibt es div. Vorschläge und Ideen. Eine davon konnten sie der WZ entnehmen. Dort war zu lesen, dass der Seniorchef Nietiedt Interesse gezeigt hat.

Um es noch einmal deutlich darzustellen: Das Gebäude und Grundstück gehören einer

Interessengemeinschaft aus Ibbenbühren. Die Stadt ist nicht in der Lage, die Anlage zu kaufen und schon garnicht zu restaurieren. Hier ist ein privater Investor gefragt, der  den Mut hat eine solch hohe Summe von ca. 10 – 15 Mio.€ in die Hand zu nehmen. Diese Summe ist von mir sehr tief angesetzt.

Also machen wir uns nichts vor. Die SPD steht der Idee nicht im Weg. Aber ob es sich jemand traut in diese marode Bausubstanz zu investieren, mag ich bezweifeln. Warten wir die weitere Entwicklung ab.

 

Der Banter See ist auch so ein Kriegschauplatz. Vorweg erzählt, Auslöser war eine Anzeige eines Kleingartenbesitzers gegen eine Konkurenten, der etwas gebaut hat, was er auch haben wollte, aber keine Genehmigung erhielt. Dies mal vorweg. Entstanden ist ein Großaufgebot der Vereinsführung gegen die Politik und der handelnden Fraktionen.

Es wurde von Wahlversprechungen des OB gesprochen, der den Kleingärtner zusagte, dass sie ihre Scholle in der jetzigen Form behalten können. Nun ist aber dabei eine Überprüfung der Kleingärten herausgekommen, die die Gemüter überkochen läßt. Viel zu groß und gegen alle bestehenden Vorschriften ist das Ergebnis der ersten Untersuchungen.

Die SPD hat in ihrem Wahlprogramm und natürlich auch als Parteitagsbeschluss, den Banter See als Ersatz für den Geniusstrand herzurichten und für alle Bürger der Stadt und

dem Umland aufzubereiten. Daraus machen wir auch keinen Hehl. Nach heftigen Attacken

weit unter der Gürtellinie aus den Reihen der Kleingärtner am Banter See, sogar mit der Androhung von Gewalt, hat die SPD und CDU eingelenkt und den Pächtern ein vernüftiges Angebot gemacht. Wir sind natürlich auf heftige Gegenwehr der Opposition

gestoßen. Sie sah die Gunst der Stunde mit in das Horn der Kleingärtner zu stoßen und

weiterhin Falschmeldungen zu produzieren. Davon haben wir uns nicht von unserer Linie abbringen lassen und haben einen gesunden Kompromiss zu den Pachtverträgen geschaffen.

Das Konzept zur Gestaltung des kompletten Banter See seitens der Verwaltung ist schlüssig und wird vom Rat getragen. Auch diese Vorlage konnten sie der WZ entnehmen.

 

Das Theater ging weiter mit der Umgestaltung der Kultureinrichtungen. Der Verein der Kunstfreunde hat mit allen möglichen und unmöglichen Waffen versucht der Stadt ihre Vorstellung von Kultur aufzudrängen. Die Stadt hat in seiner Haushaltskonsolidierung

den Auftrag vom Rat bekommen, die Kulturlandschaft kostengünstig, aber nicht billig, in

einen aktraktives, für alle nutzbares Konzept, umzusetzen. Dazu wurden Ideen entwickelt,

die unser Kulturgut aufwertet und eventuell mit der Gewinnung eines namhaften, heimischen Künstler, nicht nur für Wilhelmshavener attraktiv zu machen. Wir sind weiterhin

sehr zuversichtlich, dass der Kulturbeauftragte Dr. Graul den Weg weitergeht und Wilhelmshaven um eine  Attraktion reicher wird!

 

Die Rekommunalisierung der Gesellschaften der Stadt (Parteitagsbeschluss der SPD)

erweißt sich als richtig, aber kompliziert. Da reden wir von Verträgen, Steuern, günstigere

Löhne und vieles mehr. Selbstverständlich bleibt es unser Ziel, die Gesellschaften zurück

zuholen. Auch die Angleichung der Löhne an den TvöD ist erklärtes Ziel. Geübt wird es schon beim RNK. Die Verhandlungen sind zäh. Wir hoffen, dass Verdi und die Geschäftsleitung einen gesunden Kompromiss zustande bringen. Es war falsch in der Vergangenheit sich auf die Vielzahl der Bezahlung einzulassen. Diesen Mißstand gilt es

aufzuräumen. Dies gilt natürlich für alle geschaffenen Gesellschaften.

 

Ach ja, noch ein Höhepunkt!

Die Bebauung in der Höhe des Hotel Columbia am Banter See. Der Beschluss einen

B-Plan in dem westlichen Bereich des Banter See wurde im Jahr 2009! beschlossen. Umso mehr wundere ich mich über einige Genossen, die den Beschluss mitgetragen haben, dass sie heute unter „Gedächnisschwund“ leiden und massiv gegen die Bebauung vorgehen. Aber das hat wohl weniger mit Gedächtnisschwund als mit Panikmache zu tun!

2 Bunker stehen, bzw, standen dort. Einer wird im Moment abgerissen. Finanziert  überwiegend aus Fördermittel. Ein Bunker steht noch direkt gegenüber vom Hotel Columbia. Wie sie auch der Presse entnommen haben, haben Teile der Opposition für

den Erhalt plediert. Der OB hat uns auch seine geistigen Ergüsse zur Gestaltung des Bunkers durch die WZ zukommen lassen. Naja, über Geschmack läßt sich bekanntlich streiten. Ich persönlich bin der Meinung, dass es noch dutzende von Bunker gibt, die eine Bebauung erleben dürften. Nur an dieser Stelle ist das nach meiner Meinung völlig

daneben.

 

Das soll es für Heute gewesen sein! Bis zum nächsten mal!

 

Ihr Ratsherr

Howard Jacques